Lebenslauf für die Ausbildung: Aufbau und Tipps für Schüler

· 6 Min. Lesezeit

Ein einseitiger Lebenslauf im Design Sage

Der erste Lebenslauf wirkt oft leer: keine Berufserfahrung, kein Abschluss, nur die Schule. Das ist bei einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz völlig normal – niemand erwartet von Ihnen einen langen Werdegang. Entscheidend ist, dass der Lebenslauf zeigt, was Sie schon mitbringen, und dass er ordentlich aussieht.

Der Aufbau

Auch für die Ausbildung ist der tabellarische Lebenslauf der Standard, sortiert antichronologisch: Das Aktuelle steht oben. Weil Sie noch keine Berufserfahrung haben, rückt die Schule nach vorn. Diese Abschnitte haben sich bewährt:

  1. Persönliche Angaben und Kontakt
  2. Schulbildung
  3. Praktika
  4. Nebenjobs und Ferienjobs
  5. Kenntnisse und Sprachen
  6. Engagement, Hobbys und Interessen

Für alles zusammen reicht eine Seite. Lieber wenige Abschnitte, die gefüllt sind, als viele mit je einer Zeile.

Was in die einzelnen Abschnitte gehört

Persönliche Angaben

Vor- und Nachname, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse sollte seriös sein – am besten Vor- und Nachname. Wer noch eine Adresse aus Kindertagen nutzt, legt sich für die Bewerbungen eine neue an. Geburtsdatum, Geburtsort und Staatsangehörigkeit sind keine Pflicht; bei Ausbildungsbewerbungen wird das Geburtsdatum aber oft angegeben, denn solange Sie minderjährig sind, gilt für Sie das Jugendarbeitsschutzgesetz – mit eigenen Regeln für Arbeitszeiten und Pausen.

Schulbildung

Ihre aktuelle Schule steht ganz oben, mit Schulform, Ort und Zeitraum. Haben Sie den Abschluss noch nicht, schreiben Sie, welchen Sie anstreben und wann: „Voraussichtlicher Abschluss: Mittlerer Schulabschluss, Juni 2027“. Die Grundschule können Sie weglassen. Passen Ihre Lieblingsfächer oder Leistungskurse zur Ausbildung, nennen Sie sie – Mathe und Physik für eine Ausbildung in der Elektrotechnik, Deutsch und Wirtschaft für eine kaufmännische Ausbildung.

Praktika

Für Ausbildungsbetriebe oft der interessanteste Teil. Nennen Sie Betrieb, Ort, Zeitraum und in ein, zwei Stichpunkten, was Sie gemacht haben. Auch das Schülerpraktikum aus der neunten Klasse zählt, vor allem wenn es zum Beruf passt.

Nebenjobs und Ferienjobs

Zeitungen austragen, Regale einräumen, Nachhilfe geben, im Café aushelfen: Jeder Job zeigt, dass Sie zuverlässig sind und Verantwortung übernehmen. Das ist für einen Ausbildungsbetrieb mehr wert, als Sie vielleicht denken.

Kenntnisse und Sprachen

Computerkenntnisse, etwa in Word, Excel oder einem Grafikprogramm, und Ihre Sprachen mit Niveau. Wie Sie Sprachkenntnisse richtig angeben, lesen Sie in Sprachkenntnisse im Lebenslauf. Ein Führerschein gehört ebenfalls hierher, sobald Sie ihn haben.

Engagement, Hobbys und Interessen

Bei Berufserfahrenen oft nur eine Zeile, bei Ihnen ein echter Pluspunkt. Ehrenamt, Sportverein, Schülervertretung, Streitschlichtung oder ein Instrument zeigen, wer Sie sind. Bleiben Sie konkret: „Fußball im Verein, Jugendtrainer der U10 seit 2025“ sagt mehr als „Sport“.

Lücken, Datum und Unterschrift

Zwischen Schule und Ausbildung ein Jahr gewartet, ein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht oder im Ausland gewesen? Schreiben Sie es mit Zeitraum in den Lebenslauf. Eine erklärte Zeit wirft keine Fragen auf, eine unerklärte schon.

Ort, Datum und Unterschrift am Ende sind heute kein Muss mehr. Bei Ausbildungsbewerbungen sind sie aber noch verbreitet, und sie schaden nie. Ob ein Foto dazugehört, erklärt der Beitrag Lebenslauf mit oder ohne Foto?.

Vor dem Absenden

  • Passt alles auf eine Seite?
  • Stimmen alle Zeiträume, und ist der voraussichtliche Abschluss genannt?
  • Ist die E-Mail-Adresse seriös und richtig geschrieben?
  • Hat jemand anderes den Lebenslauf auf Rechtschreibfehler gelesen?
  • Ist er als PDF gespeichert und sinnvoll benannt, etwa „Lebenslauf_Vorname_Nachname.pdf“?

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